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Framework · Seit 2022
Tauri ist ein Framework für kleine, sichere Desktop- und Mobil-Apps aus einem Rust-Kern und der System-WebView; die Oberfläche entsteht mit Webtechnologien.
Tauri ist ein Open-Source-Framework, das eine mit HTML, CSS und JavaScript gebaute Oberfläche mit einem in Rust geschriebenen Kern verbindet und daraus Apps für Windows, macOS, Linux, Android und iOS erzeugt. Die erste stabile Version erschien 2022, heute werden Desktop und Mobilgeräte gleichermaßen unterstützt. Statt eine Browser-Engine mitzuliefern, nutzt Tauri die WebView des Betriebssystems (WebView2 unter Windows, WKWebView unter macOS, WebKitGTK unter Linux usw.). Dadurch bleiben Installationspakete klein und der Speicherbedarf moderat.
Tauri passt gut, wenn Sie Ihre Erfahrung aus der Webentwicklung für Desktop-Apps nutzen möchten, Ihnen aber Größe und Sicherheit wichtig sind. Jedes Frontend, das zu statischen Dateien gebaut wird, funktioniert, etwa React, Vue, Svelte oder Angular. Betriebssystemnahe Aufgaben wie Dateizugriff oder das Systemtray übernehmen Rust-Befehle und offizielle Plugins. Code in der WebView darf nur Funktionen verwenden, die Capabilities und Permissions seinem Fenster ausdrücklich erlauben, sodass Apps ganz natürlich nur das Nötige freigeben.
Für den Einstieg installieren Sie Rust und die WebView-Entwicklungsbibliotheken Ihrer Plattform, legen mit create-tauri-app ein Projekt an und starten es im Entwicklungsmodus. Tiefe Rust-Kenntnisse brauchen Sie dafür nicht; den greet-Befehl aus der Vorlage anzupassen ist ein guter erster Schritt. Die offizielle Dokumentation erklärt anschließend Befehle, Events, das Sicherheitsmodell und die Verteilung, und der Leitfaden unten folgt derselben Reihenfolge.
Tauri nutzt die System-WebView, statt eine Browser-Engine mitzuliefern, und hält so Installationspakete und Speicherbedarf klein.
Fensterverwaltung, Dateizugriff und aufwendige Berechnungen laufen in Rust und ergeben ein schnelles, speichersicheres Backend.
Capabilities, Permissions und Scopes legen fest, welche Befehle und Pfade ein Fenster nutzen darf; alles andere ist standardmäßig gesperrt.
Mit einer Codebasis lassen sich Desktop-Apps für Windows, macOS und Linux sowie Apps für Android und iOS bauen.
Installieren Sie Rust mit rustup. Unter Windows werden zusätzlich die Microsoft C++ Build Tools und WebView2 benötigt, unter macOS die Xcode Command Line Tools und unter Linux Entwicklungsbibliotheken wie WebKitGTK. Für ein Web-Frontend installieren Sie außerdem Node.js.
curl --proto '=https' --tlsv1.2 -sSf https://sh.rustup.rs | shcreate-tauri-app fragt nach Projektname, Identifier, Frontend-Sprache, Paketmanager und UI-Vorlage und erzeugt dann das Projekt.
npm create tauri-app@latestInstallieren Sie die Abhängigkeiten und starten Sie die App im Entwicklungsmodus. Der erste Start dauert einige Minuten, weil die Rust-Abhängigkeiten gebaut werden; danach erscheinen Frontend-Änderungen sofort.
cd tauri-app && npm install && npm run tauri devsrc-tauri/src/lib.rs enthält den Rust-Kern der App. Die mit #[tauri::command] markierte Funktion greet ist ein Befehl, den das Frontend mit invoke("greet", { name }) aufrufen kann; registriert wird er über generate_handler!. Die Funktion run baut die App zusammen und startet sie, auf dem Desktop ruft main.rs sie auf. Mit npm run tauri dev öffnet sich das App-Fenster.
src-tauri/src/lib.rs
#[tauri::command]
fn greet(name: &str) -> String {
format!("Hello, {name}! You've been greeted from Rust!")
}
#[cfg_attr(mobile, tauri::mobile_entry_point)]
pub fn run() {
tauri::Builder::default()
.invoke_handler(tauri::generate_handler![greet])
.run(tauri::generate_context!())
.expect("error while running tauri application");
}
npm run tauri devSechs Kapitel führen dich von der Installation bis zu den Kernkonzepten von Tauri.
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