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Programming language · Seit 2011
Kotlin ist eine statisch typisierte Sprache von JetBrains mit knapper Syntax, Null-Sicherheit und Java-Interoperabilität, beliebt für Android und Server.
Kotlin ist eine statisch typisierte, universell einsetzbare Programmiersprache, die JetBrains 2011 erstmals vorgestellt hat. Heute wird sie als Open Source von JetBrains gemeinsam mit der Kotlin Foundation weiterentwickelt. Kotlin läuft vor allem auf der JVM, lässt sich aber auch nach JavaScript und WebAssembly sowie mit Kotlin/Native in native Programme übersetzen. Dank Typinferenz und Null-Sicherheit wird Code kürzer und sicherer als in Java und lässt sich trotzdem im selben Projekt problemlos mit bestehendem Java-Code und Java-Bibliotheken kombinieren.
Am bekanntesten ist Kotlin in der Android-Entwicklung: Google empfiehlt es als bevorzugte Sprache für Android, und moderne Bibliotheken wie Jetpack Compose sind darauf ausgelegt. Auf dem Server entstehen damit Webdienste mit Spring Boot oder Ktor, und mit Kotlin Multiplatform lässt sich Geschäftslogik zwischen Android, iOS, Desktop und Web teilen. Außerdem werden Gradle-Build-Skripte häufig mit der Kotlin DSL geschrieben.
Für den Einstieg eignen sich der Kotlin Playground, der Code ohne Installation im Browser ausführt, und die Kotlin-Tour in der offiziellen Dokumentation. Danach festigen die kurzen Übungen der Kotlin Koans die Syntax, und ein kleines eigenes Projekt in IntelliJ IDEA oder Android Studio rundet den Start ab. Wer Java bereits kennt, kann das meiste Wissen direkt übertragen und findet sich meist schnell zurecht.
Typinferenz, Datenklassen, Erweiterungsfunktionen und Lambdas reduzieren Boilerplate-Code und machen die Absicht des Codes deutlich.
Das Typsystem unterscheidet zwischen nullbaren (String?) und nicht nullbaren Typen und verhindert so die meisten Nullzeiger-Fehler bereits beim Kompilieren.
Kotlin ruft Java-Klassen direkt auf, und Java kann Kotlin-Code nutzen. So lässt sich Kotlin schrittweise in bestehende Projekte einführen.
Mit suspend-Funktionen und Koroutinen schreibt man asynchronen und nebenläufigen Code, der sich ohne Callbacks wie sequenzieller Code liest.
Am einfachsten ist IntelliJ IDEA, das Kotlin von Haus aus unterstützt; die kostenlose Version reicht für den Einstieg. Für Android-Apps installieren Sie stattdessen Android Studio. Beide IDEs legen über den Assistenten für neue Projekte direkt ein Kotlin-Projekt an.
Um im Terminal zu kompilieren, brauchen Sie ein JDK und den Kotlin-Compiler kotlinc. Unter macOS und Linux installiert SDKMAN! beides mit dem folgenden Befehl. Alternativ funktioniert brew install kotlin mit Homebrew oder unter Windows scoop install kotlin mit Scoop; in diesem Fall installieren Sie das JDK separat.
sdk install java && sdk install kotlinÖffnen Sie ein neues Terminal und prüfen Sie, ob der Kotlin-Compiler und die Java-Laufzeitumgebung ihre Versionen anzeigen.
kotlinc -version && java -versionEin Kotlin-Programm beginnt mit der Funktion main. Anders als in Java muss sie nicht in eine Klasse eingebettet werden, denn Funktionen dürfen direkt auf der obersten Ebene einer Datei stehen. println ist eine Funktion der Standardbibliothek und schreibt eine Zeile auf die Standardausgabe. Der Befehl oben kompiliert hello.kt samt Kotlin-Laufzeit zu hello.jar und startet die Datei mit java -jar. In IntelliJ IDEA genügt auch ein Klick auf das Ausführen-Symbol neben main.
hello.kt
fun main() {
println("Hello, world!")
}
kotlinc hello.kt -include-runtime -d hello.jar && java -jar hello.jarSechs Kapitel führen dich von der Installation bis zu den Kernkonzepten von Kotlin.
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